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Grete Gulbransson (geboren 1882 in Bludenz, Österreich-Ungarn als Margarethe Jehly), gestorben 1934 in München) war eine österreichische Schriftstellerin und Heimatdichterin. Sie wurde als Tochter des Malers Jakob Jehly und seiner Frau Wanda (geb. Baronin von Pöllnitz, verwitwete Wanda Douglass) in Bludenz geboren und wuchs als „Haldagreteli“ auf der so genannten Halde auf. Nach dem Tod ihrer Eltern ließ sich die 19-Jährige in München nieder, wo sie nähere Kontakte zum Simplicissimus-Kreis um den Verleger und Kulturmäzen Albert Langen knüpfte. Durch diesen lernte sie den norwegischen Maler und Karikaturisten Olaf Gulbransson kennen, den sie am 14. August 1906 in München heiratete. Grete war Olafs zweite Ehefrau. Grete Gulbransson erlangte vor allem mit der in Vorarlberg 1934 erschienenen und seither mehrfach wiederaufgelegten Familiensaga Geliebte Schatten einen gewissen Bekanntheitsgrad nach ihrem Tod. Durch ihr Elternhaus kam sie bereits als Kind mit Kultur und Kunst in Berührung und beschäftigte sich schon früh mit Literatur, speziell mit Lyrik. Sie verfasste in den Jahren 1914 und 1922 Gedichtbände und versuchte sich später auch in Dramen und Balladen, führte außerdem konsequent tagebuch, die sie als Lebenswerk bezeichnete.

Ella Räuber (geboren 1874 in Elbing, gestorben 1963 in Biedenkopf) war eine deutsche Malerin und Grafikerin. Nach einer Ausbildung als Weißnäherin ging Räuber auf die Kunstgewerbeschule in Berlin, wechselte an die Münchner Damenakademie, wo sie zwischen 1901 und 1904/05 eingeschrieben war. Im Semester 1905/06 und 1906/07 unterrichtete sie selbst dort Geometrie. Ihre Lehrer waren u. a. Max Feldbauer in Kopf- und Aktzeichnen sowie Leo Putz in Komposition und Aquarell. Von 1905 bis 1919 war Räuber ordentliches Mitglied im Münchner Künstlerinnenverein, der die Damenakademie gegründet hatte und als Alternative zu der den Frauen verschlossenen Münchner Kunstakademie betrieb. In den Sommern vor dem Ersten Weltkrieg schloss sie sich einer Gruppe von Kunstschaffenden an, die sich um Leo Putz zusammengefunden hatte und bei Schloss Hartmannsberg im Chiemgau Freiluftmalerei betrieb. Zusammen mit Leo Putz stattete sie im Auftrag der Münchner Vereinigung für angewandte Kunst 1910 auf dem Pariser Herbstsalon im Grand Palais einen Repräsentationsraum mit zwei Blumenbildern als Supraporten aus. Beeindruckt vom japanischen Farbholzschnitt, der 1910 im Münchner Glaspalast gezeigt wurde, besuchte Ella Räuber Kurse bei Emil Orlik, um diese Drucktechnik zu erlernen. Ihre mehrfarbigen Holz- und Linolschnitte im Handdruckverfahren machten sie bekannt.

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