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Brief

Ort: Bregenz-Mehrerau

Datum: 6. Mai 1928

Artikelnummer: KKS202500450

Kontext

Brief

Inhalt

Gregor Müller muss Franks Anfrage auf Publikationentausch leider ablehnen, da die geringe Auflage der Ordensschrift und die finanzielle Lage dies nicht zulassen.

Maße: Das Blatt misst ca. 22 x 14 cm.

Zustand

Die Schrift in schwarzer Tinte, gut lesbar und erhalten. Der Bogen mittig horizontal gefalzt, links gelocht, vergilbt, griffspurig, stockfleckig, etwas knick- und quetschfaltig, leicht angeschmutzt, in den Kanten etwas bestoßen und angeschmutzt. Sonst in Ordnung.

Provenienz

Aus Ostdeutschem Privatbesitz.

Gregor Müller (geboren 1842 in Baden, Kanton Aargau als Rudolf Müller, gestorben 1934 in Mehrerau, Vorarlberg) war ein österreichischer Zisterziensermönch, Redakteur sowie Historiker schweizerischer Herkunft. Er trat nach Schulbesuchen in Baden und Mehrerau 1861 als Novize in die Zisterzienserabtei Wettingen-Mehrerau ein und nahm den Ordensnamen Gregor an. Im Folgejahr legte er die Profess ab. Anschließend studierte er katholische Theologie sowie Philosophie in Einsiedeln und Mehrerau, 1865 erfolgte seine feierliche Profess, 1866 seine Weihe zum Priester. Müller unterrichtete in direkter Folge Deutsch und Französisch am Privatgymnasium Mehrerau, zusätzlich wurde er mit den Aufgaben des Abt- und Kapitelsekretärs betraut. 1872 übernahm er als Großkellner die Leitung der Klosterverwaltung. 1888 wurde er als Prior eingesetzt, ein Amt, das er bis 1895 innehielt. 1889 gründete Pater Gregor Müller mit Zustimmung des Abtes Maurus Kalkum die monatlich erscheinende Zeitschrift Cistercienser Chronik. Bedeutung erlangten seine Studien über das Generalkapitel, die fast 400 Seiten umfassen, erschienen in Cistercienser Chronik 12 (1900) bis 20 (1908). Für seine Verdienste um die Cistercienser Chronik würdigte ihn Papst Leo XIII. mit der Verleihung des silbernen Ehrenkreuzes Pro Ecclesia et Pontifice.

Christian Frank (1867 in Günzburg, 1942 in Kaufbeuren) war ein deutscher Priester, Heimatforscher, Herausgeber, aber auch Vordenker völkischen Gedankenguts.Nach der Volksschule trat Frank an das Günzburger Progymnasium, dann an die Königliche Studienanstalt in Neuburg an der Donau über, die er am 1. August 1886 absolvierte. Bis 1889 studierte er katholische Theologie in Dillingen an der Donau. Dann wechselte er für zwei Jahre nach München, wo er neben dem Theologiestudium bei Wilhelm Heinrich Riehl kulturgeschichtliche, volkskundliche und historische Vorlesungen belegte. 1891 wurde Frank in München zum Priester geweiht. Seine erste Dienststelle als Kaplan trat er im September 1891 in Kettershausen an. 1893 bis 1894 war er als Pfarrvikar für ein knappes Jahr in Niederraunau bei Krumbach tätig, ehe er 1894 die Stelle des Hausgeistlichen an der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren mit dem Zweigkrankenhaus Irsee übernahm, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1942 innehatte. Frank gehörte zu den herausragenden Wegbereitern der Heimatbewegung im 19. Jahrhundert. 1899 gründete er in Kaufbeuren den zweiten bayerischen Verein zur Förderung der Heimatkunde („Verein Heimat“), der schnell wuchs und über die heimat- und volkskundlichen Interessen auch über die Grenzen des Allgäu hinaus förderte.

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