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Brief

Ort: München

Datum: 22. November 1933

Artikelnummer: KKS202500451

Kontext

Brief

Inhalt

Schnell bietet Frank Publikationentausch an, sendet ihm schon einmal einige Hefte "Die Laufenden Beiträge" und hofft auf ein Besprechungsexemplar der "Ratschläge für bayerische Ortsgeschichtsforscher".

Maße: Das Blatt misst ca. 28,5 x 22,5 cm.

Zustand

Der Brief maschinengeschrieben, die Unterschrift Schnells in schwarzer Tinte. Der Bogen mehrfach gefalzt, links gelocht, unregelmäßig gebräunt, griffspurig, stockfleckig, etwas knick- und quetschfaltig, leicht angeschmutzt, in den Kanten und Falzkanten bestoßen und angeschmutzt. Sonst in Ordnung.

Provenienz

Aus Ostdeutschem Privatbesitz.

Hugo Karl Maria Schnell (geboren 1904 in München, gestorben 1981 in Lindenberg im Allgäu) war ein deutscher Kunsthistoriker und Verleger. Nach dem Abitur in Augsburg studierte er an der Universität München Philosophie, Theologie, Geschichte und Kunstgeschichte, 1931 erfolgte die Promotion. 1932 wurde er Kulturredakteur in Waldsassen bei der Grenzzeitung und dem Konnersreuther Sonntagsblatt. Mit dem Verlagskaufmann Johannes Steiner (1902–1995) gründete er am 24. November 1933 den „Dreifaltigkeitsverlag“, der 1938 aufgrund einer Verfügung der Reichsschrifttumskammer in Verlag Dr. Schnell und Dr. Steiner umbenannt werden musste und der sich auf Kunstführer, vorrangig für Kirchen, spezialisierte. Er betätigte sich in zahlreichen Werken selbst als Autor und Redakteur. Sein Buch "Der Kirchenbau des 20. Jahrhunderts in Deutschland" wurde zu einem Standardwerk des modernen Kirchenbaus.

Christian Frank (1867 in Günzburg, 1942 in Kaufbeuren) war ein deutscher Priester, Heimatforscher, Herausgeber, aber auch Vordenker völkischen Gedankenguts.Nach der Volksschule trat Frank an das Günzburger Progymnasium, dann an die Königliche Studienanstalt in Neuburg an der Donau über, die er am 1. August 1886 absolvierte. Bis 1889 studierte er katholische Theologie in Dillingen an der Donau. Dann wechselte er für zwei Jahre nach München, wo er neben dem Theologiestudium bei Wilhelm Heinrich Riehl kulturgeschichtliche, volkskundliche und historische Vorlesungen belegte. 1891 wurde Frank in München zum Priester geweiht. Seine erste Dienststelle als Kaplan trat er im September 1891 in Kettershausen an. 1893 bis 1894 war er als Pfarrvikar für ein knappes Jahr in Niederraunau bei Krumbach tätig, ehe er 1894 die Stelle des Hausgeistlichen an der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren mit dem Zweigkrankenhaus Irsee übernahm, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1942 innehatte. Frank gehörte zu den herausragenden Wegbereitern der Heimatbewegung im 19. Jahrhundert. 1899 gründete er in Kaufbeuren den zweiten bayerischen Verein zur Förderung der Heimatkunde („Verein Heimat“), der schnell wuchs und über die heimat- und volkskundlichen Interessen auch über die Grenzen des Allgäu hinaus förderte.

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