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Brief

Ort: Weinheim

Datum: 21. Februar 1933

Artikelnummer: KKS202500438

Kontext

Brief

Inhalt

Huegel bestätigt Frank den Versand eines Heftes des "Weinheimer Geschichtsblattes" sobald es erscheint.

Maße: Das Blatt misst ca. 14,5 x 21 cm.

Zustand

Der Brief maschinengeschrieben, die Unterschrift Huegels in schwarzer Tinte, rote und blaue Farbstiftmarkierungen sowie Bleistift- und Tintenannotationen unten rechts. Der Bogen dünnen Papiers links gelocht, mittig vertikal gefalzt, unregelmäßig vergilbt, etwa griffspurig, stockfleckig. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus Ostdeutschem Privatbesitz.

Josef August Huegel (geboren 1876 in Neckarelz, gestorben 1947 in Graz) war Oberbürgermeister von Weinheim. Er besuchte die Schule in Mainz, Aschaffenburg und Bad Cannstatt und studierte zunächst Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule Stuttgart. Aus gesundheitlichen Gründen gab er dieses Studium jedoch auf und studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Freiburg, Kiel und Heidelberg. 1903 legte er das erste, 1907 das zweite juristische Staatsexamen ab. 1908 ließ er sich zunächst als Rechtsanwalt in Freiburg nieder. Später schlug er die Kommunalverwaltungslaufbahn ein. Er war 1912/13 Rechtsrat in Offenburg, von 1913 bis 1917 Erster Bürgermeister daselbst und ab 1917 Bürgermeister in Ettlingen. Auf Zuraten des Industriellen Richard Freudenberg bewarb er sich 1920 mit Erfolg auf die vakante Stelle als Bürgermeister der Stadt Weinheim. 1922 wurde er Oberbürgermeister.

Christian Frank (1867 in Günzburg, 1942 in Kaufbeuren) war ein deutscher Priester, Heimatforscher, Herausgeber, aber auch Vordenker völkischen Gedankenguts.Nach der Volksschule trat Frank an das Günzburger Progymnasium, dann an die Königliche Studienanstalt in Neuburg an der Donau über, die er am 1. August 1886 absolvierte. Bis 1889 studierte er katholische Theologie in Dillingen an der Donau. Dann wechselte er für zwei Jahre nach München, wo er neben dem Theologiestudium bei Wilhelm Heinrich Riehl kulturgeschichtliche, volkskundliche und historische Vorlesungen belegte. 1891 wurde Frank in München zum Priester geweiht. Seine erste Dienststelle als Kaplan trat er im September 1891 in Kettershausen an. 1893 bis 1894 war er als Pfarrvikar für ein knappes Jahr in Niederraunau bei Krumbach tätig, ehe er 1894 die Stelle des Hausgeistlichen an der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren mit dem Zweigkrankenhaus Irsee übernahm, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1942 innehatte. Frank gehörte zu den herausragenden Wegbereitern der Heimatbewegung im 19. Jahrhundert. 1899 gründete er in Kaufbeuren den zweiten bayerischen Verein zur Förderung der Heimatkunde („Verein Heimat“), der schnell wuchs und über die heimat- und volkskundlichen Interessen auch über die Grenzen des Allgäu hinaus förderte.

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