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Brief

Ort: Wien

Datum: 4. September 1924

Artikelnummer: KKS202500459

Kontext

Brief

Inhalt

Schlumberger betreibt rege Ahnenforschung und bittet das Stadtarchiv Kaufbeuren um Hilfe. Verso mit Stammbaumzeichnung.

Maße: Das Blatt misst ca. 25 x 19 cm.

Zustand

Die Schrift in schwarzer Tinte, sehr gut lesbar und erhalten, oben mit Adress- und Wappendruck Markierungen mit blauem Farbstift. Der Doppelbogen mit Wasserzeichen, links gelocht, mehrfach gefalzt, gebräunt, griffspurig, vereinzelt blass stockfleckig, etwas knick- und quetschfaltig, in den Kanten und Falzkanten etwas angeschmutzt. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus Ostdeutschem Privatbesitz.

Robert von Schlumberger, Ritter und Edler von Goldeck (geboren 1850 in Vöslau, gestorben 1939 in Wien) war ein österreichischer Weingutbesitzer. Schlumberger von Goldeck wurde als dritter Sohn des österreichischen Sektherstellers Robert Alwin Schlumberger von Goldeck geboren. An der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn studierte er zunächst Rechtswissenschaften und später Chemie. Nach der Promotion zum Dr. phil. kehrte er nach Österreich zurück und trat in das väterliche Unternehmen, die Sektkellerei Schlumberger ein. Nach dem Tod seines Vaters wurde das Unternehmen als offene Handelsgesellschaft zwischen ihm und seinen Brüdern Otto und Gustav aufgeteilt. Robert übernahm die Leitung des landwirtschaftlichen Betriebs.Robert Schlumberger von Goldeck war Vorsitzender der Weinbausektion der k. k. Landwirtschaftsgesellschaft. Durch Züchtung der gegen die Reblaus resistenten Hybridrebsorten aus österreichischen Edelsorten und amerikanischen Unterlagsrebstöcken trug er in Österreich maßgeblich zur Biotechnischen Bekämpfung der Schäden durch Reblausbefall bei. Weiterhin trat er durch die Organisation der Frostwehren in Niederösterreich hervor.

Christian Frank (1867 in Günzburg, 1942 in Kaufbeuren) war ein deutscher Priester, Heimatforscher, Herausgeber, aber auch Vordenker völkischen Gedankenguts.Nach der Volksschule trat Frank an das Günzburger Progymnasium, dann an die Königliche Studienanstalt in Neuburg an der Donau über, die er am 1. August 1886 absolvierte. Bis 1889 studierte er katholische Theologie in Dillingen an der Donau. Dann wechselte er für zwei Jahre nach München, wo er neben dem Theologiestudium bei Wilhelm Heinrich Riehl kulturgeschichtliche, volkskundliche und historische Vorlesungen belegte. 1891 wurde Frank in München zum Priester geweiht. Seine erste Dienststelle als Kaplan trat er im September 1891 in Kettershausen an. 1893 bis 1894 war er als Pfarrvikar für ein knappes Jahr in Niederraunau bei Krumbach tätig, ehe er 1894 die Stelle des Hausgeistlichen an der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren mit dem Zweigkrankenhaus Irsee übernahm, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1942 innehatte. Frank gehörte zu den herausragenden Wegbereitern der Heimatbewegung im 19. Jahrhundert. 1899 gründete er in Kaufbeuren den zweiten bayerischen Verein zur Förderung der Heimatkunde („Verein Heimat“), der schnell wuchs und über die heimat- und volkskundlichen Interessen auch über die Grenzen des Allgäu hinaus förderte.

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