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Brief

Ort: Würzburg

Datum: 20. April 1913

Artikelnummer: KKS202500406

Kontext

Brief

Inhalt

Brenner, Gründer des Vereins für bayerische Volkskunde und Mundartforschung in Würzburg, fragt Frank, ob er die Betreuung der Volkslieder-Sammlung für das bayerische Schwaben übernehmen möchte. Brenners Verein ist Mitglied im "Verband der volkskundlichen Vereine Deutschlands", der dieses Projekt übergeordnet koordiniert.

Maße: Das Blatt misst ca. 22,5 x 14,5 cm.

Zustand

Die Schrift in schwarzer Tinte, gut erhalten und lesbar, stellenweise Markierungen und Kommentare in blauem Farbstift. Der Doppelbogen recto oben mit Fotografie und Briefkopf des Vereins, links gelocht, mittig horizontal gefalzt, etwas vergilbt, griffspurig, blass stockfleckig und leicht angeschmutzt, in den Kanten und Falzkanten leicht bestoßen und angeschmutzt. Sonst in gutem Zustand.

Provenienz

Aus Ostdeutschem Privatbesitz.

Oskar Brenner (geboren 1854 in Windsheim, gestorben 1920 in Dirlewang bei Mindelheim) war ein deutscher Germanist. Nach dem Abitur studierte er in Erlangen und München Theologie, Klassische Philologie und Germanistik. Im Jahr 1877 wurde er im Fach Klassische Philologie mit einer Untersuchung zur Darstellung Nord- und Mitteleuropas in antiken Schriften promoviert und bereits ein Jahr später bei Konrad Maurer in der altnordischen Literaturgeschichte habilitiert. Er erhielt die Venia Legendi für germanische Sprachen und Literaturen und war in diesem Fach von 1878 bis 1885 als Privatdozent und anschließend als außerordentlicher Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig. Die Universität Würzburg berief ihn 1892 auf den Lehrstuhl für Deutsche Philologie, Brenner amtierte von 1897 bis 1898 als Dekan der Philosophischen Fakultät und von 1914 bis 1915 als Rektor der Universität. Im Jahr 1909 wurde er mit dem Königlichen Verdienstorden vom Heiligen Michael IV. Klasse ausgezeichnet, 1915 folgte die Ehrung II. Klasse. In jenem Jahr verlieh ihm die Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Erlangen für seine philologische Mitarbeit an der Weimarer Ausgabe der Werke Martin Luthers die Ehrendoktorwürde. Oskar Brenner wurde 1919 emeritiert.Vor allem in der Zeit vor seiner Berufung nach Würzburg bildeten die Dialekte in Bayern einen Schwerpunkt seiner Forschung. Davon zeugt insbesondere das zweibändige Werk Bayerns Mundarten. Beiträge zur deutschen Sprach- und Volkskunde, das er gemeinsam mit August Hartmann verfasste. Im Jahr 1894 gründete Brenner in Würzburg den Verein für bayerische Volkskunde und Mundartforschung und trug damit zur Etablierung der Volkskunde, der späteren europäischen Ethnologie, als universitäres Fach bei. Außerdem veröffentlichte er Editionen altnordischer Texte sowie Einführungen in die mittelhochdeutsche Grammatik. Von 1905 bis 1920 betreute Oskar Brenner die Edition der Werke Martin Luthers durch Textrevision sowie Wort- und Sacherläuterungen. Die Weimarer Ausgabe wurde 1883 begonnen und erst im Jahr 2009 abgeschlossen

Christian Frank (1867 in Günzburg, 1942 in Kaufbeuren) war ein deutscher Priester, Heimatforscher, Herausgeber, aber auch Vordenker völkischen Gedankenguts.Nach der Volksschule trat Frank an das Günzburger Progymnasium, dann an die Königliche Studienanstalt in Neuburg an der Donau über, die er am 1. August 1886 absolvierte. Bis 1889 studierte er katholische Theologie in Dillingen an der Donau. Dann wechselte er für zwei Jahre nach München, wo er neben dem Theologiestudium bei Wilhelm Heinrich Riehl kulturgeschichtliche, volkskundliche und historische Vorlesungen belegte. 1891 wurde Frank in München zum Priester geweiht. Seine erste Dienststelle als Kaplan trat er im September 1891 in Kettershausen an. 1893 bis 1894 war er als Pfarrvikar für ein knappes Jahr in Niederraunau bei Krumbach tätig, ehe er 1894 die Stelle des Hausgeistlichen an der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren mit dem Zweigkrankenhaus Irsee übernahm, die er bis zu seinem Tod im Jahr 1942 innehatte. Frank gehörte zu den herausragenden Wegbereitern der Heimatbewegung im 19. Jahrhundert. 1899 gründete er in Kaufbeuren den zweiten bayerischen Verein zur Förderung der Heimatkunde („Verein Heimat“), der schnell wuchs und über die heimat- und volkskundlichen Interessen auch über die Grenzen des Allgäu hinaus förderte.

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